Foucaults starre Episteme
Nachdenken über Sprache hat eine lange Tradition, die etwa Andreas Gardt für den deutschen Sprachraum nachzeichnet. Ein Herumwandern in diesen Sprachkonzepten lässt Foucaults Diskurskonzeption nicht unbedingt plausibel erscheinen.
Anlass zu dieser Hypothese ist Foucaults Werk „Die Ordnung der Dinge“. Darin unternimmt er für das klassische Zeitalter eine Rekonstruktion von Sprachkonzepten. Die soll seine methodische Grundannahme stützen, dass das Wissenssystem eines Zeitalters eine abgeschlossene Einheit bildet, die nicht prozesshaft aus vorhergehenden Konstellationen hervorgegangen sei. Mit dieser Annahme greift Foucault auf Nietzsche zurück.
Die Vorstellung der Abgeschlossenheit von Diskursen respektive Epistemen (Systemen von Wissen) erscheint mit einem Blick auf das von Gardt präsentierte Material in dieser dogmatischen Form wenig plausibel:
Elemente und Denkansätze tauchen über Jahrhunderte hinweg auf und unter, werden in neue Konstellationen eingebaut. Neue Konstellationen erscheinen immer in Auseinandersetzung, Übernahme und Anlehnung an eine vorhergehende Wissenskofiguration.Zudem war das Denken in einer Epoche nie sehr geschlossen. Nicht nur waren gerade in der Sprachwissenschaft die Mainstreampositionen facettenreich. Es gab immer auch abweichende Positionen.
Anlass zu dieser Hypothese ist Foucaults Werk „Die Ordnung der Dinge“. Darin unternimmt er für das klassische Zeitalter eine Rekonstruktion von Sprachkonzepten. Die soll seine methodische Grundannahme stützen, dass das Wissenssystem eines Zeitalters eine abgeschlossene Einheit bildet, die nicht prozesshaft aus vorhergehenden Konstellationen hervorgegangen sei. Mit dieser Annahme greift Foucault auf Nietzsche zurück.
Die Vorstellung der Abgeschlossenheit von Diskursen respektive Epistemen (Systemen von Wissen) erscheint mit einem Blick auf das von Gardt präsentierte Material in dieser dogmatischen Form wenig plausibel:
Elemente und Denkansätze tauchen über Jahrhunderte hinweg auf und unter, werden in neue Konstellationen eingebaut. Neue Konstellationen erscheinen immer in Auseinandersetzung, Übernahme und Anlehnung an eine vorhergehende Wissenskofiguration.Zudem war das Denken in einer Epoche nie sehr geschlossen. Nicht nur waren gerade in der Sprachwissenschaft die Mainstreampositionen facettenreich. Es gab immer auch abweichende Positionen.
Labels: Geschichte, Philosophie
