[Film] Kurosawa in der Vulkanasche
Einen Kurosawa anzusehen ist höchstens darum eine klein wenig langweilig, weil mensch kaum je enttäuscht wird. Die jüngste Retrospektive des Filmpodiums Zürich hat reichliche Gelegenheit geboten, Filme wie Ran erneut anzusehen. Das an Shakespeares „King Lear“ angelegte Drama zeigt den Niedergang eine Adelssippe, vorerst in bühnenhaften Szenen, dann in beeindruckenden Schlachtengemälden.Gedreht hat Kurosawa den Film in der Vulkanasche an den Hängen des Fuji. Und eben diese Dreharbeiten hat Chris Marker genutzt, um ein Portrait von „A. K.“ zu zeichnen. In markanten Bildern wird die Regierarbeit des „Sensai“ plastisch vorgeführt, das Warten und Frieren der Komparsen, die gelegentliche Ungeduld der Pferde. Etwas befremdlich wirkt, wenn wenige Tage nach der Betrachtung von „Ran“ die bekannten Figuren in altjapanischer Montur an Baucontainern und parkierten Autos vorbei durch die Vulkanasche stapfen.

